noervenich 8990 Über die Entstehung einer christlichen Gemeinde in Nörvenich gibt es keine sichere Nachricht. Auch aus dem Patrozinium des merowingischen Heiligen lassen sich keine sicheren Schlüsse ziehen. 1177 wird urkundlich die Pfarre Nörvenich genannt: Gräfin Aleidis von Molbach-Nörvenich, ihre Tochter und ihr Schwiegersohn Graf Wilhelm II. von Jülich schenken von ihrem Besitz in Rath, Pfarre Nörvenich, zur Gründung eines Stiftes am Niederrhein. 1386 wird ein Pfarrer Johannes Schoif erwähnt. Der Pfarrer Conrad Flocken (1646-1694) aus Hasselsweiler ist Erbauer der jetzigen Kirche. Bis 1802 gehörte Nörvenich zum Dekanat Bergheim

Bei der völligen Umstrukturierung der kirchlichen Verwaltung 1802 wurde die Pfarre mit der Kapelle in Poll dem Kanton Düren zugeteilt. 1804 kam Poll wieder zu Hochkirchen. 1808 wurde auch Ollesheim der Sukkursale (= Pfarre) Nörvenich unterstellt. 1827 wurden aus den Kantonen Dekanate und Nörvenich blieb beim Dekanat Düren bis zur Einrichtung des neuen Dekanates Nörvenich am 18. Januar 1925. - Ollesheim wurde 1966 nach Eschweiler über Feld umgepfarrt. 


Oberbolheim
, das im 11. Jh. bereits eine Kapelle hatte, war im 17. Jh. Pfarre, dem Antoniterkloster in Köln inkorporiert, gehörte seit alters zur Pfarre Ollesheim, 1804/05 war der Ort Pfarre (Sukkursale) im Kanton Kerpen, danach Kapellengemeinden der Pfarre Nörvenich. Bis 1970 war die Kapelle in Oberbolheim Wallfahrtziel zahlreicher Pilger. Am 17. Januar 1970 wurde zum letzten Mal hl. Messe in ihr gefeiert. Das Dorf wurde wegen des nahen Flugplatzes abgebrochen und die Bewohner östlich von Nörvenich angesiedelt. Für den Gottesdienst richtete man einen Raum im Antoniushaus von Neu-Oberbolheim ein und übertrug die Ausstattungsstücke der alten Kapelle dorthin. Die alte Kapelle blieb als einziger Bau von Alt-Oberbolheim erhalten.


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